Donnerstag, 22. März 2018

To Swasiland ( Day 4 )

Song of the day:  Ester Dean - Let Me Take you to Rio

Morning Selfie

Evening Selfie

Strecke: Von Berch-en-dal nach Hlane

Nach Tagwache um 06:15, was bis jetzt gesehen wirklich spät ist, sind wir von der Grenze des Kruger Nationalparks Richtung Swasiland aufgebrochen.
Swasiland ist ein kleines, von Südafrika komplett eingeschlossenes Land. Flächenmäßig ist es nicht einmal so groß wie der Kruger Nationalpark, landschaftlich gesehen allerdings ein wirklich schönes Land. Es ist sehr vegetationsreich und grüner als die meisten Gegenden der letzten Tage. Ein Großteil der Nutzbaren Fläche wird anscheinend für Zuckerrohr verwendet, während die Hügel meist unberührt geblieben sind. Die Grenze zwischen Südafrika und Swasiland zu passieren war kein Problem. Nach einem kurzen Besuch der Behörden an der Grenze würden wir einfach durchgewunken. Keine Visa, keine Gebühren, nur ein schneller Stempel in den Pass. Wie gesagt, finde ich die Landschaft hier bedeutend aufregender als im Krugers, allerdings weiss ich nicht, ob es nicht teilweise durch die starke Bewirtschaftung dermaßen viel Grüner ist, als nur ca. 30 Kilometer weiter nördlich.
Wir haben heute bereits um 13 Uhr unser Camp in einem kleinen naturschutzpark mit dem Namen Hlane bezogen, der im Gegensatz zum eigentlichen sehr luxuriösen Camp im Kruger Park, ziemlich Basic ist. Wasser muss aufgewärmt werden und es gibt keinen Strom, allerdings hat er einen ganz eigenen Charme. Gaslampen und die Möglichkeit ein Lagerfeuer zu entfachen, machen Camping einfach noch einmal besser.



Später kann Abend werden wir noch zu einer kleinen Wanderung in den Park aufbrechen. Das obligatorische „Wir-verklagen-niemand-wenn-ihr-von-einem-Löwen-gefressen-werdet-Formular“ musste natürlich auch wieder unterschrieben werden. Hier macht es allerdings auch mehr Sinn. Statt einem ca 4 Meter hohen elektrischen Zaun, werden wir hier nur durch eine relativ kleine Mauer von den Tieren in Park geschützt. Allerdings werden diese wohl in einem anderen Teil „gehalten“. Wir werden am Morgen sehen ob wir mehr Platz im Van haben als am Tag zuvor.


Das Einzige was mich ein wenig beschäftigt, sind meine Vorkehrungen um die Mosquitos von mir fern zu halten. Trotz aller Vorkehrungen wurde ich einmal gestochen. Wir sollten heute zwar aus der „High-Risk-Zone“ heraus gekommen sein, aber natürlich denkt man über solche Dinge nach. Ich schätze damit muss man wohl einfach umgehen lernen, wenn man in Malariagebieten unterwegs ist.
Zur Erklärung: Ich habe mich für den ersten Teil des Trips entschlossen, keine vorbeugende Medizin gegen Malaria zu nehmen, sondern nur als „Stand-By“ mitzuführen, sollte ich tatsächlich Symptome entwickeln. Da ich mich laut meiner Tropenmedizinerin nur knappe 2 Tage in einem Teil von Südafrika befinde, in der Malaria häufig vorkommt, wollte ich mich nicht Medikamenten vollstopfen, da man diese bedeutend länger nehmen muss, als man wirklich in den gefährdeten Gebieten unterwegs ist. Stattdessen verwende ich gute Kleidung, Mückenspray und alle anderen vorbeugenden Maßnahmen.
Danach sind alle Teile Südafrikas die ich noch bereise Malaria frei. Erst die letzten 3 Wochen, die mich dann durch Zentralafrika führen, werde ich vorbeugende Medikamente nehmen.

Das sind alles Dinge mit denen man sich beschäftigen muss, bevor man zu einem solchen Trip aufbricht. Ich für meinen Teil dachte nicht, das ich so viel Aufmerksamkeit der Malariaprophylaxe schenken würde, sollte heißen, das es mich Vorort so beschäftigt. Allerdings findet man so etwas über sich selbst auch erst heraus, wenn man sich einmal in die entsprechende Situation begeben hat. Ich mach mir selbst nicht wirklich Sorgen Malaria zu bekommen, aber immer an die Vorbeugung denken zu müssen, lenkt ein wenig von den tollen Eindrücken ab. Allerdings nicht viel ;)

Ich finde aber, das es wichtig ist auch solche Gedanken in einem Blog festzuhalten. Nicht immer sind Reisen nur schöne Eindrücke. Dinge die einen beschäftigen, die einem Angst machen und die den Spass trüben können, gehören genauso zur Erfahrung dazu, wie die schönen Dinge.

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