Freitag, 23. März 2018

Mosambik ( Day 5 - 7 )

Song of the day: Avicii – The Nights
Morning Selfie
Evening Selfie

Strecke: Von Hlane ( Swasiland ) to Ponta do Ouro ( Mosambik ) to Santa Lucia ( Südafrika )

Wie macht man sich in einem afrikanischen Nationalpark Freunde? Um 2 Uhr morgens laut „The Lion sleeps tonight“ zu singen ist wohl der falsche Weg. Aber ja, wir lernen noch ;)
Wie man aber bereits merkt findet unsere kleine Reisegruppe langsam zueinander. Meistens wird’s am Abend dann immer ziemlich spät und das aus dem Zelt kriechen am Morgen immer schwerer.

Nach einer Nacht im Hlane Nationalpark, sind wir früh morgens Richtung Mosambik aufgebrochen. Für diese Strecke hatte ich mich einfach mal kurzerhand zu unserem Fahrer Lolli auf den Beifahrersitz unseres Trucks geschwungen. Die Strassenverhältnisse wurden innerhalb Swasiland teils immer schlechter und es war ein ziemlich holpriger Tag. Die Strecke ging zurück nach Südafrika und dann wieder Richtung Norden nach Mosambik.





Dieses Mal war bei 35 Grad und strahlendem Sonnenschein afrikanisches Wetter angesagt. Durch unseren Streckenverlauf, müssten wir an diesem Tag 2 Mal über Landesgrenzen. Zuerst zurück nach Südafrika und dann hinein nach Mosambik. An der 2ten Grenze packten wir unsere Rucksäcke für 2 Tage und führen mittels eines Jeeps weiter ins Landesinnere. Es gibt dort einfach keine Strassen und ein paar versandete Wege ist alles was wir zur Verfügung hatten. Wir mussten allerdings eine Stunde an der Grenze auf die Jeeps warten. Die Zeit haben wir uns mit meinem neuen Lieblingsgetränk, Savannah cider und Pool Billard auf einem wackligen Tisch mit unterschiedlich grossen Kugeln vertrieben. Direkt hinter dem Grenzzaun hatte jemand einfach eine kleine Bar aufgebaut. Wir waren also sicher nicht die ersten die auf einen Transport nach Mosambik hinein warten mussten.

Nach ca 45 Minuten Fahrt kamen wir in unserem Camp an, das mehr Dschungel als ein Campingplatz war. Man merkte aber das der Tourismus dort Fuß zu fassen begonnen hatte. Es gab Bars, ein Tauchcenter und Duschen, obwohl die Wasserversorgung mehr sporadisch war. Das erste was ich tun wollte war, mich ins Meer zu werfen und den Strand zu genießen. Es war das erste Mal in Südafrika das ich dem Meer überhaupt Nahe gekommen bin. Allerdings müssten wir bald alle feststellen, das der indische Ozean hier ein wenig anders zu genießen ist, als das Mittelmeer. Die Wellen  war ziemlich hoch und bereits nach ein paar Metern könnte man die starke Strömung spüren, die versuchte einen nach draussen zu ziehen. Der Strand war wunderbar sauber, lang und weiss, allerdings gab es keine Sicherheitsvorkehrungen wie Rettungsschwimmer oder dergleichen. Mehr als bis zur Hüfte hatte sich aufgrund der Bedingungen also niemand hinein getraut. ….besser so.
Wir hatten von unserem Guide Jay gehört, das leider schlechtes Wetter gemeldet wurde, aber dagegen könnten wir nicht viel tun, auch wenn Zelten im Regen alles andere als ein Spass ist. Am Abend zog eine Gewitterfront über uns und der ganze Himmel war von den Blitzen oft sekundenlang taghell.
Der Regen blieb uns jedoch bis zum nächsten Tag erspart. Ich wollte mit 3 anderen aus unserer Gruppe die Möglichkeit nutzen, und 1 oder 2 Tauchgänge absolvieren. Leider waren die Bedingungen nicht gut und die Touren würden gecancelt. Sogar eine simple Ausfahrt mit dem Boot, die die meisten anderen gebucht hatten, wurde abgesagt. Ab 11. Uhr begann es in Strömen zu Giessen und hat bis jetzt nicht aufgehört. Wir haben das Beste aus dem Tag gemacht und praktisch jede Bar in dem kleinen anliegenden Dorf besucht. Die letzte Station war eigentlich nur ein winziger Laden mit einem Lautsprecher. Wir haben die kleine Terrasse einfach zuner ner Tanzfläche umfunktioniert und fast 2 Stunden dort verbracht. Wirklich großartiger Tag.









Bis 2 Uhr morgens waren wir alle allerdings bis auf die Knochen durchgefroren. Dauerregen hilft einem nicht gerade warm zu bleiben. Da wir nur einen kleinen Teil unseres Gepäcks vom Truck mitnehmen könnten, war alle was ich dabei hatte bereits vollkommen durchnässt. Unser „Dschungelcamp“ mit den Zelten sah aus wie nach einem Tsunami. In und außerhalb der Zelte. Da wir es heute morgen eilig hatten, haben wir einfach alles so wie es war eingepackt und verladen. Das nächste Mal Zelte aufstellen und sauber machen wird kein Spass werden ;)


Gefrühstückt würde direkt an der Grenze im Niemandsland, während wir auf unsere Abfertigung warteten.


Heute haben alle, inklusive mir, die Möglichkeit wahr genommen ein paar Euro mehr zu zahlen, um in einem kleinen Hotel unterzukommen. Jeder möchte mal raus aus den nassen Gewändern und eine warme Dusche geniessen.

Nachsatz: Grade Stromausfall.. nur kaltes Wasser.... Welcome to Afrika

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