Sonntag, 15. April 2018

Cape Town ( Day 22 - 31 )



Song of The Day: Dream it possibility
Morning Selfie

Evening Selfie
Wir erreichten Cape Town sehr zeitig. Es wirkte alles wie sonst auch, Aussee das die Rucksäcke und Taschen eben ein letztes Mal ausgeladen wurden. Wir waren doch alles sehr wehmütig, jetzt Goodbye sagen zu müssen.
Ein paar meiner neugewonnen Freunde blieben wie ich noch einige Tage in Cape Town und wir hatten noch sehr lustige Abende miteinander.

Am meisten ist mir wohk der Abschied von Astrid schwer gefallen. ( Codename: Blonde Matata ). Wir hatten grossartig viel Spass während des Trips und ich habe selten eine so fröhliche Natur getroffen. Für jeden Blödsinn zu haben, obwohl man das von fast allen behaupten konnte.
Ich habe jeden der Truppe auf ne andere Art und Weise lieb gewonnen.

Charlotte: Mit ihrem großartigen Humor und unvorhersehbaren Aktionen.
Harry: Mein Zelt-Mitbewohner und wohl einer der coolsten Leute die ich je treffen durfte
Remo: Tiefsinnige Lagerfeuer Unterhaltungen und trockener Humor. Genau meins!
Sam: Party Queen, Verfechterin von Samsara und selbsternannter Love-Guru.

Ich könnte über jeden eine Geschichte zum Besten, aber ich sage jetzt einfach Mal danke an alle. Es war ein unvergesslicher Trip.

In Cape Town angekommen hab ich mich daran gemacht mein Hostel zu finden. Es war nur 3 Minuten von unserem Drop-Off Point entfernt und bequem per Fuss zu erreichen. Wir waren in Sichtweite des Stadions und 15 Gehminuten von der Waterfront, dem Hafen und Vergnügungsviertel entfernt. 

Meine Unterkunft teilte ich mir mit 2 Deutschen. Fast täglich wurden vom Hostel aus Aktivitäten durchgeführt, wie zB ein gemeinsames ausgehen oder Grillen im Hostel. Auf diese Art und Weise lernte man schnell neue Leute kennen und konnte gemeinsame Ausflüge planen. Kapstadt bietet dermaßen viel, das ich in eine Woche nicht ansatzweise alles sehen konnte, aber die Highlights habe ich doch irgendwie hinbekommen ;)

In Kapstadt gibt es 3 bekannte Wanderung, um einen Blick auf die Stadt von oben zu erlangen.
  • Table Mountain
  • Lions Head
  • Signal Hill

Table Mountain oder auch der Tafelberg ( ~ 1050m ), ist das wohl bekannteste Ausflugsziel. Man kann per Gondel oder zu Fuss nach oben. Meine 2 Zimmerkollegen und ich hatten uns entschlossen, über die Rückseite durch den botanischen Garten nach oben zu wandern.  Es hat uns ca 6 gekostet, um, mit ein paar sehr gemütlichen Pausen, bis zur Bergstation der Gondel zu wandern. Die Belohnung waren wunderschöne Ausblicke und Landschaften.



Der Lionshead  ( ~700 m ) ist ein spitz nach oben ragender Berg, der gegenüber des Tafelbergs liegt. Wir haben den Berg bereits am ersten Tag bestiegen und uns den atemberaubenden Sonnenuntergang von oben angesehen. Der Aufstieg war nicht allzu schwierig, aber es gab einige Stellen mit Leitern und Steighilfen. Es war nicht schwer die Leute zu sehen, die nicht viel Erfahrung im Bergwandern hatten. Vor diesen Hindernissen bildeten sich teils lange Schlangen und gerade beim Abstieg war es den Leuten deutlich anzusehen, das sie in keinem bergigen Land aufgewachsen waren. Da der Lionshead ein berühmtes Ziel ist, unterschätzen ihn viele auch gern. Beim Abstieg hätte ich ca. 10 deutsche Mädels hinter mir, die ohne Stirnlampe und mit Flip Flops unterwegs waren. Mich macht sowas wütend..... Wer geht auf einen berg mit Flip Flops? .....




Signal Hill ist ein Hügel, dessen Spitze auch mit dem Auto erreichbar ist. Sam und ich sind auf eigene Faust ein paar abgeschiedene Wege aus dem Stadtteil Bo Kaap heraus nach oben gewandert.




Wir haben uns dabei auch viel um die Sicherheit innerhalb Cape Towns unterhalten. Untertags ist es relativ sicher, wenn man nicht gerade alleine in einer einsamen Gegend unterwegs ist. Aber selbst zu zweit ist man einfach mehr aufnerksam gegenüber anderen Leuten als das man das zB je in Wien wäre. Ich fand das schade.

Eine ständige, vermutlich meistens völlig irrationale, Angst am Hinterkopf, verhindert das man solche kleinen Wanderungen vollständig geniessen kann. Es schadet einfach dem Image der Stadt, ja ganz Südafrikas und hält Touristen fern. Man darf gewisse Dinge in dieser Stadt sicher nicht herunterspielen, aber mit ein paar Regeln, fühlte sich mich nach einer Woche hier relativ sicher.
Die Regeln sind sehr einfach:

  • Geh nicht alleine in der Nacht durch die stadt
  • Geh keine Geld von Automaten ab, die auf der Strasse stehen
  • Nimm ein Taxi / Uber wenn es dunkel wird

Zum Thema Uber: Das ist wie ein Taxi, nur das es von Privatpersonen gefahren wird. Via Handy, wird deine Position bestimmt und du gibst mir noch den Zielort ein. Im Durchschnitt kostet eine 15 minütige Fahrt nicht mehr als 40 Rand, oder 2.5 €. Der Vorteil, man sieht im Vorhinein wieviel es kostet, das Kennzeichen des Autos das dich abholt, sowie ein Foto des Fahrers. Somit ist es sehr sicher, da alles protokolliert wird.

Ich bin ein wahrer Uber Fan geworden und habe mich in der Nacht bei weiteren Wegen nur so durch die Stadt bewegt.

Einer der Höhepunkte der Woche - und einer meiner Träume - war das Stark Cage Diving. In einem Käfig aus Stahl weisse Haie beobachten zu können. Charlotte und ich haben uns gemeinsam über einen Anbieter auf den Weg nach gaansbai gemacht, sozusagen dem Zuhause des weissen Haies. Die maximal 10 - 15 m Tiefe Bucht, hat eine kleine insel mit Robbenkolonien vorgeschoben. Somit der perfekte Platz für die Haie, um auf Jagd zu gehen.
Wir bestiegen mit 14 anderen ein Boot und führen in die Bucht hinaus. Während der Fahrt wurden wir von Vögeln und einem gewaltigen Schwarm Delfinen begleitet. Die Crew begann mit Fisch zu ködern und wir erhofften uns eine baldige Sichtung. Leider spielen die Haie nicht immer mit und so saßen wir fast 2 Stunden ohne einem Anzeichen von Haien auf dem kalten Boot. Es waren alle schon ziemlich enttäuscht. Der Preis von 150 € wäre teuer bezahlt, wenn man keinen der Raubfische zu Gesicht bekommen würde. Aber dagegen hätten weder die Crew noch wir etwas tun können. Zum Glück wurden wird in der letzten halbe Stunde der Tour doch noch belohnt. 3 hübsche Ladies (ca. 4.5m lang und gut ne Tonne schwer ) hatten gefallen an unserem Köder gefunden und schönen außerdem hungrig. Die Crew zog den Köder immer wieder zum Käfig und gab uns dann ein Kommando zum untertauchen. Die Sicht war bei 3m sehr schlechte und so konnte man die Haie erst sehen, wenn sie schon sehr nah am boot waren. Das Wasser war eiskalt und die erste Zeit halfen auch die Taucheranzüge nicht, aber das hatte ich bei der ganzen Aufregung schnell vergessen. Vom boot aus konnte man die Tiere besser sehen als vom Käfig aus, also hab ich mich nach 5 Minuten dann aufs Oberdeck gestellt, um von dort aus zuzusehen. Die Haie wirken alles andere als Killer, wie sie gern dargestellt werden, sondern wie absolut anmutige Fische. Jeder sollte sich diese Tiere Mal aus der Nähe ansehen.





Weitere Highlights war natürlich ein Kurztrip ans Kap der Guten Hoffnung, den dortigen Pinguinkolonien und der Besuch eines Townships.













Morgen geht's bereits weiter. Till Next time, Cape Town



Dienstag, 10. April 2018

Onward to Cape town ( Day 19 - 22 )



Mein letzter Eintrag auf der ersten Tour.... Die Zeit vergeht viel zu schnell
Song of The Day: Imagine Dragons - Thunder

Morning Selfie

Evening Selfie

Strecke: Tsitsikama to Cango to Cape Town.

Die letzten Tage des ersten Teils meiner Tour brachen an und immer öfter hörte man auch die Leute im Bus über das baldige enden sprechen. Wir hatten alle gute Erinnerungen an die Reise und es Schwanheim wenig Wehmut mit. Es ist wirklich unglaublich wie sehr einem Menschen innerhalb so kurzer Zeit ans herz wachsen, wenn man gemeinsam Erinnerungen teilt und neue Erfahrungen gemeinsam macht.
Nach unserer zweiten Nacht in Tsitsikama, brachen wir früh zu den Cango Caves auf. Diese Höhlen sind gewaltig grosse, betretbare Höhlen, die von einfachen Touristentouren bis zum hindurchquetschen von engen Spalten alles boten, was man sich vorstellen kann. Für uns war nur die "Touristenklasse" vorgesehen. Ärgerlich.. aber Naja.

Die Höhlen selbst waren beeindruckend und sehr gut in Scene gesetzt, allerdings ließ der Elan unseres Guides für meinen Geschmack ein wenig zu wünschen übrig. Aber irgendwie verständlich, wenn man 5 Mal täglich Touristen in Flip Flops immer wieder die gleiche Strecke rauf und runter führen muss.




Für den nächsten Tag war eigentlich eine Rafting Tour in einem Fluss vorgesehen gewesen, allerdings wurde diese bereits Wochen vor Abreise aufgrund des niedrigen Wasserstandes gecancelt ... nur um jetzt wieder durchgeführt zu werden. Da alle auf dieser Tour grundsätzlich eher Abenteuerlustig sind, waren wir darüber ziemlich erfreut.

Zuvor stand am Morgen allerdings noch ein Besuch einer Straussenfarm an. Unser Guide Beverly erklärte uns die Unterschiede der einzelnen Arten, ihre Haltung und alles was man wissen musste. Einem Strauss war ich noch nie so nahe und die Vögel wirken doch ziemlich beindruckend wenn sie nen Meter vor dir stehen.




zum Thema Rafting...
Ich war ja auch in Österreich schon einige Male Raften. Das was dort angeboten wurde.. Nunja.. nennen wir es liebenswerterweise Fluss-Paddling mit Boote über Steine ziehen. ehrlich gesagt tat mir der Guide da fast leid. Der musste diesen jämmerlichen Fluss irgendwie actionreicher darstellen als er war. Ich könnte mir vorstellen, das bei normalem Wasserstand ein wenig Stimmung aufkommt, aber so war es zu Beginn nur eine gemütliche Kanu-Tour und danach ein mühsames Kanu über glatte Steine ziehen. 

Wir haben uns zwar unseren Spass gemacht, aber von Rafting konnte das nicht weiter entfernt sein. Dementsprechend sind 4 der 8 Boote schon frühzeitig wieder aus dem Wasser raus. Mich eingeschlossen. Dafür war mehr Zeit in ner Liege mit nem Savannah in der Hand. :)

Wir hatten die letzten Tage viel gefeiert, waren dauernd zusammen unterwegs und langsam brauchte ich dann ne kleine Auszeit. Unser Campingplatz, der direkt am Fluss lag, hatte einen eigenen kleinen Strand zum Fluss hin. Nach einem kurzen Besuch an der Bar, hab ich dann ein Feuer am Strand gemacht und einfach bin gemütlich mit Musik und meinem Drink im Sand gelegen.
Als dann alle Lichter abgedreht würden, ich war ca 50-100m von unseren Zelten entfernt, wurde es mit Ausnahme des Lagerfeuers richtig dunkel. Ich konnte mir die dann ziemlich gut vorstellen, wie es früher alleine in der Wildnis gewesen sein musste.

Überall Geräusche die man nicht genau einordnen kann, Schatten die sich bewegen und man nicht weiss warum, sowie ein Sichtradius von nur ca 10m. Ich hab mich nach einer gewissen Zeit daran gewöhnt, aber trotzdem ist man irgendwie ständig ein wenig unter Spannung. Könnte ja doch was aus dem Fluss oder dem Busch hervor kommen. nach ca einer Stunde hat sich dann Harry zu mir gesellt und wir haben noch lange geplaudert, bevor ich dann ins Zelt gekrochen bin.

Am nächsten Tag stand eine Tour durch die berühmten Weinanbaugebiete des South Cape an. Inklusive Weinverkostung bei 2 verschiedenen Winzereien. Ausserdem besuchten wir Cap Aghulas, den südlichsten Punkt Afrikas. Auch wenn es dort wie fast überall an der Küste aussieht, ist es ein tolles Gefühl zu wissen, das es nun einfach nicht weiter geht, es sei denn man will in die Antarktis. 



Bei  den Weinanbaugebieten merkt man, das sich die Leute dort viel Mühe geben, um ihr Image aufrecht zu erhalten und sie haben vollen Erfolg damit. Die Anbaugebiete liegen in Tälern zwischen den Gebirgsketten. Kleine Schlosser und und rigoros gepflegte Anwesen, fast ein wenig mit Italien vergleichbar, laden zum Verweilen ein. Ich musste die ganze Zeit daran denken, wie misstrauisch meine Mutter bei dem Gedanken war, das ich Afrika bereisen wollt. In Retro-Perspektive, glaube ich eher das sie hierher ziehen wollen würde, wenn sie einmal in diese Gegend besucht hätte.






Das viele Wein "kosten" sorgte für ein ziemlich lustigen Abend. Es täuschte darüber hinweg, das es bereits der letzte Abend unserer Tour sein sollte.

Freitag, 6. April 2018

Face your Fear! ( Day 15 - 18 )


Song of the day: Schandmaul - 3 Prüfungen

Morning Selfie
Evening Selfie


Strecke: Maleieia to Addo National Park to Tsitsikama

Nach einer weiteren Nacht im Zelt, brachte uns der nächste Tag weiter nach Süden in den Addo Nationalpark, auch bekannt als Elephant Nationalpark. Man merkt, das wir uns jetzt auf einer Touristenroute befinden, denn die Parks in denen wir übernachten werden immer besser und moderner ausgestattet. Bis nach Cape Town folgen wir ab heute der N2, einer grossen und gut ausgebauten Autobahn, die an der Ostküste entlang führt.

In Addo haben wir uns einmal mehr mit unserem Bus auf eine kleine Safari Tour gemacht. Wie der Name des Parks schon vermuten lässt, handelt es sich großteils um ein Reservoir für Elefanten. Kurz zusammengefasst wollten Farmer dieses Land früher für Zitronen und Orangenplantagen benutzen, allerdings stehen Elefanten nun einmal auf die kleinen schmackhaften Früchte. Das führte dazu, das fast alle der Tiere geschossen würden, bis nur noch 16 in diesem Gebiet übrig waren. 2 Brüder haben darauf hin ein Stück Land gekauft, auf denen sie den Elefanten Zuflucht geben wollten, was sich allerdings als schwierig erwiesen hat, da sich die Dickhäuter neunmal wenig um Grundstücksgrenzen scherten. Also hat man sie jede Nacht zurück in das Areal getrieben, indem Feuer gelegt und Warnschüsse abgegeben wurden. Mit der Zeit haben die Tiere gelernt, welches Areal "Gut" und welches "Böse" ist. Genaue dieses, wurde dann im Laufe der Zeit immer vergrößert, bis der heutige Nationalpark daraus entstand.



Wir hatten das Glück eine Herde mit Jungen an einem Wasserloch beobachten zu können. Die Kleinen waren eindeutig noch nicht 100% den Umgang mit ihrem Rüssel gewohnt.



Die meiste Zeit kocht unser Guide Jay für uns, aber an diesem Abend stand mal ein Besuch im Parkrestaurant an. Das läuft meistens so ab, das wir ein Budget pro Person vorgegeben bekommen, und alles was darüber ist selber zahlen.

Es gab eine kleine gemischte Fischplatte, die mir ins Auge sprang. Da ich noch so gut wie keine Gelegenheit hatte auf dieser Tour fisch zu essen, war die Wahl gefallen. Leider war es auch nicht die beste Entscheidung. Die Platte bestand aus Pommes frites, gebackenen Calamari und in der Pfanne gebratenen Shrimps.... und die Shrimps waren wohl die furchtbarsten die ich jemals essen durfte. Sie waren bitter und schmeckten fast ein wenig faul sodass ich nach 3 Stück beschloss, auf den weiteren Genuß der Viecher zu zu verzichten. Yiiaack... Ich hatte kurzzeitig wirklich Angst sie wären schlecht gewesen, was mir sicher eine nicht gerade tolle Woche beschert hätte, aber zum Glück war der Koch einfach nur mies.

Meine Vermutung: Sie wurden einfach als ganzes in die Pfanne geworfen, mit Kopf, Innereien und allem was dran ist. Dadurch sind alle Bitterstoffe ins Fleisch über gegangen und haben diesen Geschmack erzeugt. OK, für mich also noch ne Regel hier: Vorsicht bei Fischgerichten in Afrika.
Am nächsten Morgen machten wir uns Richtung Tsitsikama auf, einem kleinen Nationalpark auf dem Weg nach Cape Town. Noch ca. 700 km bis zum Ende der ersten Reise. Ich schaue mit ein wenig Wehmut auf die immer kleiner werdenden Kilometer zahlen, denn mir sind alle auf unserer richtig ans Herz gewachsen. Aber noch ist die Tour ja nicht um. 

Ich habe mich für diese Teilstrecke wieder nach vorne in die Fahrer Kabine gesetzt und mit Goodman geplaudert, unserem neuen Fahrer. Lolli musste Gesundheitsbedingt frühzeitig die Tour verlassen.

Während der Fahrt habe ich viel über das Land nachgedacht. Es bietet so viele unterschiedliche Landschaften und ist dermaßen groß. Trotzdem ist fast jedes bisschen Erde in irgendeiner Art von Menschen genutzt. Wenn man von dem Nationalparks absieht, gibt es kaum unberührte Gegenden.  Es hat mich ein wenig nachdenklich gestimmt, das selbst bei der immensen Größe des Landes, so wenig Platz für unbewirtschaftete Natur bleibt. Es macht das Land für mich als Reisenden jetzt nicht weniger attraktiv, denn die Bewirtschaftung sorgt auch dafür, das das Land wohl viel Grüner ist, als das es das von Natur aus in manchen Gegenden wäre, aber für Tiere, so kommt es mir vor, bleibt auch hier dann teils wenig Platz.
Auf dem Weg nach Tsitsikama, fuhren wir durch Georgetown, eine grosse Stadt mit dem größten Handelshafen Südafrikas um später in Jeffrey's Bay für 2 1/2 Stunden Pause zu machen.

Jeffrey's Bay wäre ein Ort, in dem ich locker Urlaub verbringen könnte. Ein weiter Strand mit hohen Wellen, nette Restaurants an der Waterfront und eine ruhige Atmosphäre. Der Ort hatte für den selben Flair wie Durban, ohne dabei in irgendeiner Art bedrohlich zu wirken, wie es in der Großstadt oftmals war. Durch die längere Pause konnten wir alle ins Meer und die sonne genießen, bevor es auf die letzte Etappe für die nächsten 2 Tage ging.




Tsitsikama ist ein Teil des Garden Route Nationalpark und wir fuhren mit unserem Bus direkt an die Küste. Wir wurden mit einer der besten Aussichten von unseren Campingplatz aus belohnt. Unsere Zelte standen keine 10 Meter vom zerklüfteten Strand entfernt und der Wind peitschte die Wellen ziemlich hoch über die Felsen, die ein wenig draussen im Wasser lagen. Wir standen zeimlich lange am Holzzaun, der den Campingplatz von den Klippen trennte, und beobachteten den Sonnenuntergang und die Wellen. Ich weiss nicht warum, aber das Meer ist immer etwas, da sich beruhigt, in dessen Nähe ich mich wohl fühle. Darum freue ich mich immer über eine Übernachtungsmöglichkeit nahe der See.



Am nächsten Morgen hatten einige von uns Aktivitäten geplant. Astrid, Remu, Charlotte und Marion wurden bereits früh am Morgen abgeholt, weil sie etwas ziemlich wahnsinniges machen wollten. Einen Bungee-Sprung von der höchsten Bungee-Brücke der Welt, Bloukrans. Absprunghöhe: 216 Meter!
Astrid wollte das von Anfang an machen und hat auch versucht mich ein paar Mal zu überzeugen. Ich war allerdings nicht wirklich davon überzeugt das es eine gute Idee sein sollte, sich mich einem Stück Schnur an den Füßen eine 216 Meter hohe Brücke hinunter zu werfen. Beim bloßen Gedanken daran, hat bei mir irgendwie alles rebelliert. Also hab ich mich am Tag zuvor, als die 4 den Sprung gebucht haben, dezent im Hintergrund gehalten und mich für eine Kajaktour zu einem nahegelegenen Fluss entschieden.

Während sich die 4 also in Richtung Bloukrans aufmachten, sind wir zu viert, Connor und Meadhbh ( gesprochen Mäith ), Verena und ich, zu unserer Kajaktour aufgebrochen. C & M sind ein Paar aus Irland und echt großartig. Ich mag ihren Humor und Meadhbh Art, einfach alles ins Positive zu rücken. Auf dem Weg zu unserer Tour, sind uns viele "kleine" Nager begegnet, die sie hier Dassys nennen. Sehen ein wenig ist wie Murmeltiere und scheren sich echt wenig ob da jetzt gerade einer von uns an der Bank sitzen will oder an ihnen vorbei geht. :D



Ich war mit Verena in einem und es klappte eigentlich ganz gut mit dem steuern, solange sie nicht versuchte die Richtung selbst zu bestimmen, was meine Aufgabe war. Klingt komisch, aber so hat's uns der Guide erklärt, wer im Kajak hinten sitzt, der steuert ;)

Die Tour durch den Canyon war super und das Wasser sehr ruhig, sodass es nicht schwierig war die Kajaks zu steuern. Verena war die ganze Zeit unentschlossen, weil sie eigentlich vor hatte, mit ihrer Schwester Bungee springen zu gehen, sich aber dann im letzten Moment dagegen entschieden hatte. Jetzt ließ sie die Brücke aber nicht mehr los und sie lag mir die ganze Zeit in den Ohren, das sie doch hätte springen sollen. Allerdings auf eine zwischen uns beiden komische Art. Wir zogen und einfach damit auf.
Irgendwann kam der Moment, wo sie es ehrlich bereute, nicht zum Sprung mitgefahren zu sein und zwar nachdem wir von einem 10 Meter Felsen aus in den Fluss gesprungen waren. Sie hat damit wohl Selbstvertrauen getankt. :D



Danach versuchte sie nicht mehr aus Spass, sondern ehrlich mich dazu zu überreden, mit ihr noch auf die Brücke zu fahren. Ich hatte aber immer noch nicht wirklich ein gutes Bild von mir, da oben stehend auf einer Brücke. Ich muss euch sagen, das mich der Gedanke daran wirklich erschreckte. Am Big No-No in meinem Kopf.
Das Problem daran: ich wollte ja eigentlich, aber ich hatte einfach schiss davor. Naja... Irgendwann dachte ich mir: Scheiss drauf, was soll's.

Der Rest ist Geschichte:











PS: Ich war bis zu dem Zeitpunkt, als wir die Brücke betraten ein Häufchen nervöses Elend. Danach wurde irgendwie ein Schalter umgelegt. Sie hatten Musik bei Absprungplattform, die Arbeiter dort waren alle fröhlich drauf und es war einfach nur eine super entspannte und fun Atmosphäre. Nach dem betreten der Brücke hatte ich keine Angst mehr.
Um ehrlich zu sein: ich hatte den Spass meines Lebens :D