Montag, 25. Juli 2011

Tag 15 – 17, Servus die Wadl’n …


Nach unserer Tour in die Berge sollten wir nun 3 Tage gemütlich im Idex Camp in Palampur verbringen. In dieser Zeit standen 3 Besuche von örtlichen, staatliche Schulen an, um den Kindern während der Ferienzeit etwas Englisch, Mathematik und Allgemeinwissen beizubringen. Die Zustände an den Schulen sind wirklich alles andere als gut. Sitzgelegenheiten außer dem Boden, der mit ein paar Decken ausgekleidet ist gibt es nicht. Schulbücher sind praktisch nicht vorhanden und ein einheitliches System zur Bildung war nicht wirklich erkennbar. Das heißt natürlich nicht, dass es keine guten Schulen in Indien gibt, nur sind diese alle privat und die meisten der am Land lebenden Eltern können sie sich einfach nicht leisten. So bleibt es an Freiwilligen wie uns, etwas Abwechslung in die Ferienzeit zu bringen.

Während meiner 3 Besuche, jeweils zweieinhalb Stunden Vormittags und Nachmittags, habe ich probiert den Kindern auf Englisch die Uhr beizubringen, Memory mit selbstgemachten englischen Karten zu spielen und ein wenig Geographie zu lehren.

Die Altersspanne reichte von 4 bis 12 Jahren und man merkte richtig wie sich die Kinder darüber gefreut haben die einfachsten Dinge zu bekommen. Wir haben vom Camp Malstifte und Hefte, Springschnüre und Bälle mitgenommen, um nur ein paar Dinge zu nennen. Es war deutlich anhand ihres Enthusiasmus zu erkennen, dass sie derlei Unteralgen und Spielsachen einfach nicht zur Verfügung hatten. Dabei waren manche der Kinder so schlau, dass man echt nur staunen konnte wie schnell sie Dinge verstanden. Leider sind diese Maßnahmen nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein, aber besser als nichts.

Außer ein paar Besuchen auf dem lokalen Markt und gemütlichen Stunden im Gemeinschaftsraum, waren diese 3 Tage ohne wirkliche große Ereignisse, allerdings kann man sich so eine Verschnaufpause durchaus mal gönnen. Wer allerdings denkt ich hatte es leicht während der 3 Tage, der soll mal so ein Trekkingtour machen und mir danach sagen wie es seinen Füßen geht. Ich habe den wohl schlimmsten Muskelkater meines Lebens… ein Glück das ich ja nur im dritten Stock des Idex Gebäudes wohne ( von 3! ).

Heute Abend machen wir uns auf den Weg zurück nach Delhi, von wo aus wir den Flieger nach Goa nehmen werden. Wir haben uns entschlossen einen eigenen Flug zu buchen anstatt 40 Stunden im Zug zu sitzen. So gewinnen wir 2 Tage und sind in knapp 4 Stunden an unserem südlichen Ziel.

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