Wir wollen mal ein paar Dingen auf den Philippinen besonderes Augenmerk schenken. Wusstet ihr, dass in Makati - einem Stadtteil von Metromanila - im Durchschnitt gesehen die meisten Selfies pro Tag geschossen werden? Weltweit!
Wer jetzt nicht weiss was ein Selfie ist: DAS ist ein Selfi. Man hält seine Kamera - heutzutage vermehrt das Handy - verkehrt herum und schiesst so ein Photo von sich selbst. Ich habe damit in Wien nichts anfangen können und eigentlich haben sich Selfies dort auch eher in Grenzen gehalten, aber hier auf den Philippinen kann ich die vorher erwähnte Statistik voll und Ganz nachvollziehen. Jede Sekunde hört man irgendwo das vertraute auslösen einer Handykamera, während jemand - oder mehrere - breit grinsend in die Linse schaun. Die Philippinos lieben ihre Selfies, sie lieben Photos im Allgemeinen heiß und sie sind wohl die Nation mit den aktivsten Facebook-Usern, zumindest von denen, die ich bis jetzt besucht habe.
Viele Kameras haben einen WiFi-Adapter oder sogar einen SIM Card Einschub zum direkten verbinden ins Internet. Es gibt hier um 40 Pesos - umgerechnet ca 70 Cent - eine SIM Karte, mit der man einen Monat lang auf Facebook surfen kann. Alle anderen Internetseiten sind gesperrt und auch Telefonieren kann man mit dieser Karte nicht, Facebook und SMS sind für den Gültigkeitszeitraum allerdings uneingeschränkt nutzbar.
Fast jedes Photo wird innerhalb von Minuten Online gestellt, verlinkt, getaggt und ist nach spätestens 30 Minuten von 50 Freunden "geliked". Es ist eine Facebook-Verrückte Nation und egal aus welchen Verhältnissen ein junger Mensch hier auf den Philippinen kommt, ein SmartPhone mit Internetanschluss ist IMMER vorhanden.
Ich war nie jemand der besonders viele Posts auf Facebook online gestellt hat. Ich nutze die Plattform eher zur Organisation von Events und um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, aber nach einer Woche hier, hat sich auch mein Posting-Verhalten auf Pinoy-Art geändert. Wer meine Facebook Seite in Augenschein nimmt, dem wird das sofort auffallen. Die Anzahl der Posts, Selfies, Verlinkungen und geataggten Inhalten steigt proportional zur verbrachten Zeit hier. Gestern nacht hab ich 30 Minuten verbracht nur um Verlinkungen von mir auf Bildern wieder zu entfernen, die meine Freunde hier von mir gemacht haben. Naja, es gibt Schlimmeres ;)
Nach unserem Nachttauchgang hatten wir noch 2 Tage zum Geniessen auf Palawan. Einen Tag verbrachten wir mit weiteren Tauchgängen, während wir am letzten Tag eine Island-Hopping Tour organisiert haben. Wir sind mit einem Boot von Bucht zu Bucht, von Insel zu Insel gefahren und haben einfach das Meer genossen. Solche Touren werden hier von sehr vielen Organisationen angeboten, allerdings folgen diese alle einem bestimmeten Schema, einem Ablauf. Dadurch kommt es an vielen Orten oft zu einem Andrang von sehr vielen Menschen, was das Erlebniss doch sehr schmälert. Deshalb haben wir uns ein privates Boot organisiert und unsere eigene Tour zusammengestellt. Das hatte den Vorteil, dass wir sehr oft alleine an geheimen Buchten ankerten und die Scenerie ungestört geniessen konnten. Es war zwar eine Spur teurer, aber ich würde jedem empfehlen es genau so zu machen. Das wenig Extrageld ist mehr als gerechtfertigt.
Sollte man sich für eine der Standarttouren entscheiden - zugegeben haben wir ein wenig Verbindungen spielen lassen um an das Boot zu kommen - der findet sich oftmals zwischen sehr vielen philippinischen und anderen asiatische Menschen wieder. Dafür muss man nicht mal auf 100 Meter heran kommen um ihre Nationalität festzustellen. Sind sie aus Asien, tragen sie fast zu 100% einer der grellorangen Schwimmwesten, die jedes Schiff an Bord hat. Es ist wirklich schwer zu begreifen, aber fast keiner hier kann schwimmen. Sogar bei Michis Verwandten, die keine 10 Minuten vom Meer entfernt wohnen, kann sich fast niemand ohne Hilfe über Wasser halten.
Zwei der Highlights unserer Bootstour waren der sogenannte "Hidden Beach" und der "Secret Beacht". Beim Hidden Beach musste das Boot durch einen sehr seichten Kanal maneuvrieren, der auf beiden Seiten von scharfkantigen Felsformationen gesäumt wurde. Plötzlich hat sich links eine Öffnung aufgetan und dahinter lag kleiner, wunderschöner Strand, mit weissem Korallensand und Dschungel. Weiter Links hatte sich zwischen den Felsen ein kleiner Tümpel gebildet, der durch eine schmale Höhle mit dem Meer verbunden war. Wir konnten durch diese Höhle bis ins tiefe Wasser draussen am offenen Meer waten. Wir haben auf diesem Strand zu Mittag gegessen. Die Crew unseres Schiffes hat ein kleines Barbequeu mit Hähnchen, Fisch und Gemüse für uns vorbereitet und so sind wir im Wasser gelegen und haben es uns schmecken lassen. Besser wird ein Mittagessen wohl nirgends. Da verzichte ich freiwillig auf jedes Highend-Restaurant auf der ganzen Welt.
Der "Secret Beach" ist ein nicht mal 30 Meter breiter Strand der vollkommen von Felsen eingeschlossen ist und nur bei Ebbe durch ein kleines Loch in der Felswand betreten werden kann. Man muss mit dem Boot auf dem Meer ankern und dann hindurch schwimmen, dass ist die einzige Möglichkeite. Dieser Strand diente als Vorlage für das Buch "The Beach", das später mit Leonardo DiCaprio verfilmt wurde. Der Autor fühlte sie durch die Umgebung dermassen inspiriert, dass er einen Weltbestseller daraus machen konnte. Ich kanns nachvollziehen. Durch unsere private Bootstour waren wir spät und vollkommen alleine dort. Man setzt sich einfach ins seichte Wasser und lässt alles auf sich wirken, was schwierig ist wenn 20 Koreaner neben einem laut schnattern, aber so war es einfach perfekt.
Nach 30 Minuten mussten wir aufgrund einsetzender Flut wieder weg, aber nicht ohne vorher auf die Klippen zu klettern und uns beherzt nochmal 5m ins Meer zu stürzen. Ein bisschen Klippenspringen gehör da einfach dazu. Es ist im übrigen gar nicht so einfach diese Felsen zu erklimmen. Sie werden von Sonne, Wind und Wetter seit Jahrtausenden geformt und haben überall scharfkantige Scharten und Spitzen gebildet. Wir konnten nur mit unseren Tauchschuhen daran denken dort hinauf zu klettern. DIe Felsen waren wirklich sehr scharf und jedes abrutschen kann mehr als nur böse enden. Aber ein wenig Abenteuer muss sein. Wenn man dann als Bewohner einer Nation mit vielen Bergen stolz darauf ist oben angekommen zu sein, muss man dann mit offenem Mund zusehn, wie der Guide sich innerhalb von Sekunden mit Flipflops oder Barfuss dort nach oben hangelt. OK... Austrian 0, Pinoy 1.
Es war ein toller Abschluss für unseren Besuch in Palawan. Am nächsten Tag mussten wir die Insel wieder per Flugzeug in Richtung Manila verlassen. Ein schwerer Abschied, aber diese Insel hat mich nicht zum letzten Mal gesehn, dafür gibt es noch viel zu viel zu entdecken.
In Manila wurden wir von erdrückender Hitze und einer gnadenlos brennenden Sonne empfangen. Das Thermometer sollte heute noch auf 39°C klettern und jegliche Aktivität im Freien sehr anstrengend gestalten. Ich dachte wir würden vom Flughafen direkt zurück nach Lumbang fahren, allerdings erfuhren wir dann von Michis Mutter, dass sie ein Treffen mit einem Baumeister für heute ausgemacht hatte. Michis Eltern wollen ein Haus in Tagaytay, einer Stadt in Batangas bauen und mussten sich zu diesem Zweck mit dem Baumeister treffen, um über Größe, Design usw. zu verhandeln. Wir sind dafür in dem SM South gefahren, für Mittagessen, das Treffen und ein wenig Shopping. SM, die Abkürzung für Shoe Mart, sind riesge Einkaufszentren in denen du dich regelrecht verlaufen kannst. Ein SM in Manila - die Mall of Asia - war vor einigen Jahren eines der größten Einkaufszentren der Welt.
Das Mittagessen wurde mit Diskussionen über das Haus verbracht, um anschließend ein paar Musterhäuser zu besichtigen. Danach ging es wieder zum SM zurück, wo wir uns spontan mit ein paar alten Freunden getroffen haben, die auch schon in Wien zu Besuch waren.
Alles in allem sind wir erst gegen 21:00 Uhr in Lumbang angekommen, dass hat mich wieder einmal in einer Regel auf den Philippinen bestätigt: Vertrau keinem Zeitplan ! Das ist allerdings alles Andere als etwas Schlechtes. So kommen die schönsten Erinnerungen zusammen.
In Lumbang waren die Vorbereitungen für die Geburtstagsfeier von Michis Großvater bereits in vollem Gang. Die Schweine waren bereits geschlachtet und zerlegt worden, die Karaokemaschine lief heiß und ein großer Pavillion zum Abhalten der Hitze war vor dem haus aufgebaut worden. Es war bereits jetzt große Stimmung. Überall wurde gesungen, gelacht und getrunken. NEIN, ich habe nichts getrunken. Ich hatte den Ginebrageschmack von letzter Woche immer noch auf der Zunge. Wer meint er hatte beim Kartenspielen schon mal richtig Spass... Schon mal probiert mit 10 Philippinos UNO zu spielen? Ein wunderbar herrliches und lustiges Chaos. Wer hier nicht auf seine Karten aufpasst ist selber Schuld. Um halb vier in der Früh schwieg dann endlich die Karaoke Maschine... Ihr sollte nur eine kurze Pause gegönnt sein.
Als ich in der Früh aus dem Zimmer geschlürft bin, war draussen bereits ein grosser Andrang an Leuten. Der Pastor war ebenfalls bereits anwesend und musste begrüßt werden. Keine große Feier ohne einen Priester auf den Philippinen. So begann dann das große Fest. Zu Beginn ein wenig formell, mit Gebet und kleiner Predigt des Priesters und später ausgelassen mit Karaoke, Essen, Trinken und viel Gelächter.
Es ging alles einen ruhigen Gang bis die Kuchen und Torten gebracht wurden. Schokoladekuchen auf den Philippinen? Der bleib nicht lange in der ursprünglichen Form und schon gar nicht wo er eigentlich hin sollte: Auf den Teller und in den Mund. Ich weiss nicht wer die erste Attack geführt hat. Wie im Krieg kann man danach streiten wer der Auslöser war. Es ändert nichts an den Tatsachen. Innerhalb von Minuten hatte jeder mehr Torte auf den Finger und im Gesicht als irgendwo anders. Attacken fürhten zu Rachegelüsten und Allianzen wurden geschmiedet, nur um den Verbündeten genausoschnell zu hintergehn wie man seine Freundschaft angenommen hatte. Zum Glück hatten wir auf einmal kein Wasser mehr ... So blieben wenigstens alle gleich klebrig.
Da auch das versprach ein heisser Tag zu werden, haben Michi und ich beschlossen mit Michis Verwandten an den Strand zu fahren. Es gibt hier so gut wie keine öffentlich zugänglichen Strände und man muss für den Zutritt bezahlen, weshalb sie das nicht so oft machen, aber dieses mal werden sie eingeladen. Wieder einmal ein toller Abschluss des Tages.
Ab morgen heisst es dann: Tschüss Lumbang, Hallo tokio :)
Wer jetzt nicht weiss was ein Selfie ist: DAS ist ein Selfi. Man hält seine Kamera - heutzutage vermehrt das Handy - verkehrt herum und schiesst so ein Photo von sich selbst. Ich habe damit in Wien nichts anfangen können und eigentlich haben sich Selfies dort auch eher in Grenzen gehalten, aber hier auf den Philippinen kann ich die vorher erwähnte Statistik voll und Ganz nachvollziehen. Jede Sekunde hört man irgendwo das vertraute auslösen einer Handykamera, während jemand - oder mehrere - breit grinsend in die Linse schaun. Die Philippinos lieben ihre Selfies, sie lieben Photos im Allgemeinen heiß und sie sind wohl die Nation mit den aktivsten Facebook-Usern, zumindest von denen, die ich bis jetzt besucht habe.
Viele Kameras haben einen WiFi-Adapter oder sogar einen SIM Card Einschub zum direkten verbinden ins Internet. Es gibt hier um 40 Pesos - umgerechnet ca 70 Cent - eine SIM Karte, mit der man einen Monat lang auf Facebook surfen kann. Alle anderen Internetseiten sind gesperrt und auch Telefonieren kann man mit dieser Karte nicht, Facebook und SMS sind für den Gültigkeitszeitraum allerdings uneingeschränkt nutzbar.
Fast jedes Photo wird innerhalb von Minuten Online gestellt, verlinkt, getaggt und ist nach spätestens 30 Minuten von 50 Freunden "geliked". Es ist eine Facebook-Verrückte Nation und egal aus welchen Verhältnissen ein junger Mensch hier auf den Philippinen kommt, ein SmartPhone mit Internetanschluss ist IMMER vorhanden.
Ich war nie jemand der besonders viele Posts auf Facebook online gestellt hat. Ich nutze die Plattform eher zur Organisation von Events und um mit Freunden in Kontakt zu bleiben, aber nach einer Woche hier, hat sich auch mein Posting-Verhalten auf Pinoy-Art geändert. Wer meine Facebook Seite in Augenschein nimmt, dem wird das sofort auffallen. Die Anzahl der Posts, Selfies, Verlinkungen und geataggten Inhalten steigt proportional zur verbrachten Zeit hier. Gestern nacht hab ich 30 Minuten verbracht nur um Verlinkungen von mir auf Bildern wieder zu entfernen, die meine Freunde hier von mir gemacht haben. Naja, es gibt Schlimmeres ;)
Nach unserem Nachttauchgang hatten wir noch 2 Tage zum Geniessen auf Palawan. Einen Tag verbrachten wir mit weiteren Tauchgängen, während wir am letzten Tag eine Island-Hopping Tour organisiert haben. Wir sind mit einem Boot von Bucht zu Bucht, von Insel zu Insel gefahren und haben einfach das Meer genossen. Solche Touren werden hier von sehr vielen Organisationen angeboten, allerdings folgen diese alle einem bestimmeten Schema, einem Ablauf. Dadurch kommt es an vielen Orten oft zu einem Andrang von sehr vielen Menschen, was das Erlebniss doch sehr schmälert. Deshalb haben wir uns ein privates Boot organisiert und unsere eigene Tour zusammengestellt. Das hatte den Vorteil, dass wir sehr oft alleine an geheimen Buchten ankerten und die Scenerie ungestört geniessen konnten. Es war zwar eine Spur teurer, aber ich würde jedem empfehlen es genau so zu machen. Das wenig Extrageld ist mehr als gerechtfertigt.
Sollte man sich für eine der Standarttouren entscheiden - zugegeben haben wir ein wenig Verbindungen spielen lassen um an das Boot zu kommen - der findet sich oftmals zwischen sehr vielen philippinischen und anderen asiatische Menschen wieder. Dafür muss man nicht mal auf 100 Meter heran kommen um ihre Nationalität festzustellen. Sind sie aus Asien, tragen sie fast zu 100% einer der grellorangen Schwimmwesten, die jedes Schiff an Bord hat. Es ist wirklich schwer zu begreifen, aber fast keiner hier kann schwimmen. Sogar bei Michis Verwandten, die keine 10 Minuten vom Meer entfernt wohnen, kann sich fast niemand ohne Hilfe über Wasser halten.
| Hidden Beach |
| Secret Beach |
In Manila wurden wir von erdrückender Hitze und einer gnadenlos brennenden Sonne empfangen. Das Thermometer sollte heute noch auf 39°C klettern und jegliche Aktivität im Freien sehr anstrengend gestalten. Ich dachte wir würden vom Flughafen direkt zurück nach Lumbang fahren, allerdings erfuhren wir dann von Michis Mutter, dass sie ein Treffen mit einem Baumeister für heute ausgemacht hatte. Michis Eltern wollen ein Haus in Tagaytay, einer Stadt in Batangas bauen und mussten sich zu diesem Zweck mit dem Baumeister treffen, um über Größe, Design usw. zu verhandeln. Wir sind dafür in dem SM South gefahren, für Mittagessen, das Treffen und ein wenig Shopping. SM, die Abkürzung für Shoe Mart, sind riesge Einkaufszentren in denen du dich regelrecht verlaufen kannst. Ein SM in Manila - die Mall of Asia - war vor einigen Jahren eines der größten Einkaufszentren der Welt.
Das Mittagessen wurde mit Diskussionen über das Haus verbracht, um anschließend ein paar Musterhäuser zu besichtigen. Danach ging es wieder zum SM zurück, wo wir uns spontan mit ein paar alten Freunden getroffen haben, die auch schon in Wien zu Besuch waren.
Alles in allem sind wir erst gegen 21:00 Uhr in Lumbang angekommen, dass hat mich wieder einmal in einer Regel auf den Philippinen bestätigt: Vertrau keinem Zeitplan ! Das ist allerdings alles Andere als etwas Schlechtes. So kommen die schönsten Erinnerungen zusammen.
In Lumbang waren die Vorbereitungen für die Geburtstagsfeier von Michis Großvater bereits in vollem Gang. Die Schweine waren bereits geschlachtet und zerlegt worden, die Karaokemaschine lief heiß und ein großer Pavillion zum Abhalten der Hitze war vor dem haus aufgebaut worden. Es war bereits jetzt große Stimmung. Überall wurde gesungen, gelacht und getrunken. NEIN, ich habe nichts getrunken. Ich hatte den Ginebrageschmack von letzter Woche immer noch auf der Zunge. Wer meint er hatte beim Kartenspielen schon mal richtig Spass... Schon mal probiert mit 10 Philippinos UNO zu spielen? Ein wunderbar herrliches und lustiges Chaos. Wer hier nicht auf seine Karten aufpasst ist selber Schuld. Um halb vier in der Früh schwieg dann endlich die Karaoke Maschine... Ihr sollte nur eine kurze Pause gegönnt sein.Als ich in der Früh aus dem Zimmer geschlürft bin, war draussen bereits ein grosser Andrang an Leuten. Der Pastor war ebenfalls bereits anwesend und musste begrüßt werden. Keine große Feier ohne einen Priester auf den Philippinen. So begann dann das große Fest. Zu Beginn ein wenig formell, mit Gebet und kleiner Predigt des Priesters und später ausgelassen mit Karaoke, Essen, Trinken und viel Gelächter.
Es ging alles einen ruhigen Gang bis die Kuchen und Torten gebracht wurden. Schokoladekuchen auf den Philippinen? Der bleib nicht lange in der ursprünglichen Form und schon gar nicht wo er eigentlich hin sollte: Auf den Teller und in den Mund. Ich weiss nicht wer die erste Attack geführt hat. Wie im Krieg kann man danach streiten wer der Auslöser war. Es ändert nichts an den Tatsachen. Innerhalb von Minuten hatte jeder mehr Torte auf den Finger und im Gesicht als irgendwo anders. Attacken fürhten zu Rachegelüsten und Allianzen wurden geschmiedet, nur um den Verbündeten genausoschnell zu hintergehn wie man seine Freundschaft angenommen hatte. Zum Glück hatten wir auf einmal kein Wasser mehr ... So blieben wenigstens alle gleich klebrig.
Da auch das versprach ein heisser Tag zu werden, haben Michi und ich beschlossen mit Michis Verwandten an den Strand zu fahren. Es gibt hier so gut wie keine öffentlich zugänglichen Strände und man muss für den Zutritt bezahlen, weshalb sie das nicht so oft machen, aber dieses mal werden sie eingeladen. Wieder einmal ein toller Abschluss des Tages.
Ab morgen heisst es dann: Tschüss Lumbang, Hallo tokio :)

Amazing! Wünsche euch beiden weiterhin viel Spaß und gute Reise! :)
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