Mein letzter Eintrag auf der ersten Tour.... Die Zeit vergeht viel zu schnell
Song of The Day: Imagine Dragons - Thunder
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Strecke: Tsitsikama to Cango to Cape Town.
Die letzten Tage des ersten Teils meiner Tour brachen an und immer öfter hörte man auch die Leute im Bus über das baldige enden sprechen. Wir hatten alle gute Erinnerungen an die Reise und es Schwanheim wenig Wehmut mit. Es ist wirklich unglaublich wie sehr einem Menschen innerhalb so kurzer Zeit ans herz wachsen, wenn man gemeinsam Erinnerungen teilt und neue Erfahrungen gemeinsam macht.
Nach unserer zweiten Nacht in Tsitsikama, brachen wir früh zu den Cango Caves auf. Diese Höhlen sind gewaltig grosse, betretbare Höhlen, die von einfachen Touristentouren bis zum hindurchquetschen von engen Spalten alles boten, was man sich vorstellen kann. Für uns war nur die "Touristenklasse" vorgesehen. Ärgerlich.. aber Naja.
Die Höhlen selbst waren beeindruckend und sehr gut in Scene gesetzt, allerdings ließ der Elan unseres Guides für meinen Geschmack ein wenig zu wünschen übrig. Aber irgendwie verständlich, wenn man 5 Mal täglich Touristen in Flip Flops immer wieder die gleiche Strecke rauf und runter führen muss.
Für den nächsten Tag war eigentlich eine Rafting Tour in einem Fluss vorgesehen gewesen, allerdings wurde diese bereits Wochen vor Abreise aufgrund des niedrigen Wasserstandes gecancelt ... nur um jetzt wieder durchgeführt zu werden. Da alle auf dieser Tour grundsätzlich eher Abenteuerlustig sind, waren wir darüber ziemlich erfreut.
Zuvor stand am Morgen allerdings noch ein Besuch einer Straussenfarm an. Unser Guide Beverly erklärte uns die Unterschiede der einzelnen Arten, ihre Haltung und alles was man wissen musste. Einem Strauss war ich noch nie so nahe und die Vögel wirken doch ziemlich beindruckend wenn sie nen Meter vor dir stehen.
zum Thema Rafting...
Ich war ja auch in Österreich schon einige Male Raften. Das was dort angeboten wurde.. Nunja.. nennen wir es liebenswerterweise Fluss-Paddling mit Boote über Steine ziehen. ehrlich gesagt tat mir der Guide da fast leid. Der musste diesen jämmerlichen Fluss irgendwie actionreicher darstellen als er war. Ich könnte mir vorstellen, das bei normalem Wasserstand ein wenig Stimmung aufkommt, aber so war es zu Beginn nur eine gemütliche Kanu-Tour und danach ein mühsames Kanu über glatte Steine ziehen.
Wir haben uns zwar unseren Spass gemacht, aber von Rafting konnte das nicht weiter entfernt sein. Dementsprechend sind 4 der 8 Boote schon frühzeitig wieder aus dem Wasser raus. Mich eingeschlossen. Dafür war mehr Zeit in ner Liege mit nem Savannah in der Hand. :)
Wir hatten die letzten Tage viel gefeiert, waren dauernd zusammen unterwegs und langsam brauchte ich dann ne kleine Auszeit. Unser Campingplatz, der direkt am Fluss lag, hatte einen eigenen kleinen Strand zum Fluss hin. Nach einem kurzen Besuch an der Bar, hab ich dann ein Feuer am Strand gemacht und einfach bin gemütlich mit Musik und meinem Drink im Sand gelegen.
Als dann alle Lichter abgedreht würden, ich war ca 50-100m von unseren Zelten entfernt, wurde es mit Ausnahme des Lagerfeuers richtig dunkel. Ich konnte mir die dann ziemlich gut vorstellen, wie es früher alleine in der Wildnis gewesen sein musste.
Überall Geräusche die man nicht genau einordnen kann, Schatten die sich bewegen und man nicht weiss warum, sowie ein Sichtradius von nur ca 10m. Ich hab mich nach einer gewissen Zeit daran gewöhnt, aber trotzdem ist man irgendwie ständig ein wenig unter Spannung. Könnte ja doch was aus dem Fluss oder dem Busch hervor kommen. nach ca einer Stunde hat sich dann Harry zu mir gesellt und wir haben noch lange geplaudert, bevor ich dann ins Zelt gekrochen bin.
Am nächsten Tag stand eine Tour durch die berühmten Weinanbaugebiete des South Cape an. Inklusive Weinverkostung bei 2 verschiedenen Winzereien. Ausserdem besuchten wir Cap Aghulas, den südlichsten Punkt Afrikas. Auch wenn es dort wie fast überall an der Küste aussieht, ist es ein tolles Gefühl zu wissen, das es nun einfach nicht weiter geht, es sei denn man will in die Antarktis.
Bei den Weinanbaugebieten merkt man, das sich die Leute dort viel Mühe geben, um ihr Image aufrecht zu erhalten und sie haben vollen Erfolg damit. Die Anbaugebiete liegen in Tälern zwischen den Gebirgsketten. Kleine Schlosser und und rigoros gepflegte Anwesen, fast ein wenig mit Italien vergleichbar, laden zum Verweilen ein. Ich musste die ganze Zeit daran denken, wie misstrauisch meine Mutter bei dem Gedanken war, das ich Afrika bereisen wollt. In Retro-Perspektive, glaube ich eher das sie hierher ziehen wollen würde, wenn sie einmal in diese Gegend besucht hätte.
Das viele Wein "kosten" sorgte für ein ziemlich lustigen Abend. Es täuschte darüber hinweg, das es bereits der letzte Abend unserer Tour sein sollte.
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